2. Eintrag
13.08.2013 10:24In der letzten Woche ist einiges passiert. Letzten Mittwoch stand mein Umzug vom Hotel, in dem ich die erste Woche verbracht habe, in mein neues Apartment an. Doch bevor ich umziehen konnte, musste ich erstmal jede Menge Sachen zum Einrichten der Wohnung kaufen. Hierbei war mir meine Tante, die letzten Samstag in Lexington angekommen war, und ihr gemietetes Auto eine sehr große Hilfe. Folglich verbrachten wir Sonntag, Montag und Dienstag mit dem Shoppen der wichtigsten Gegenstände. Obwohl mein Apartment möbliert war, muss man doch noch Unmengen einkaufen. Vor der Abfahrt hatten wir eine Liste erstellt, auf der - unserer Meinung nach - die wichtigsten Dinge standen, die wir besorgen mussten. In den Supermärkten kann man alle nötigen Sachen finden, sofern man sie denn findet. Das ist leichter gesagt als getan, denn die Supermärkte sind um ein Vielfaches größer, als man es von Deutschland gewohnt ist. Das eigentlich Deprimierende beim ersten Supermarkt war jedoch, dass die Liste von noch einzukaufenden Gegenständen viel länger wurde, anstatt kürzer. Außerdem treten beim Einkaufen in den USA noch ganz andere Probleme auf, als man sie aus Deutschland gewohnt ist. Es ist sehr erstaunlich, wie viele Wörter man aus dem alltäglichen Leben NICHT kennt, z. B. die englischen Wörter für Locher und Besteckkasten. Dazu kommt, dass manche Gegenstände hier komplett anders aussehen (als Beispiel wieder der Locher, der hier 3 Löcher macht und viel flacher ist als in Deutschland), oder es "andere Systeme" gibt, wie z. B. beim Bett und den Bettdecken. Soßenpulver konnte ich in keinem Supermarkt entdecken, wohingegen Fertigsoßen überall waren. Maggi und Knorr haben den Weg über den Teich auch gepackt, allerdings standen sie manchmal bei "authentic Mexican food". Beim Kaufen und Aufbauen eines Regales für mein Zimmer, kamen meine herausragenden praktischen Fähigkeiten zum Vorschein. EIne halbe Stunde verbrachten meine Tante und ich mit dem Einsetzen des Schraubaufsatzes (oder wie das heißt) in den Schraubenzieher. Das Problem war, dass der Aufsatz nicht gehalten hat, und ja, wir haben es richtig herum eingesetzt und auch die Größe hat gepasst :-). Ich hoffe, es taucht davon kein Video im Internet auf (meine Nachbarn hatten wohl einen guten Blick...). Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und wir konnten das Regal aufbauen. Nachdem alles eingekauft war, konnte ich endlich einziehen. Meine Wohnung gefällt mir sehr gut. Ein paar Bilder beschreiben sie wohl am besten.
Die Küche mit Wohnzimmer:


Die Treppe zum 1. Stock
Das Bad mit Bayern-Kulturbeutel:
Mein Zimmer:

Der Fitnessraum:Der Aufenthaltsraum:
Bilder vom Pool, Whirlpool etc. habe ich leider im Moment nicht. Bei Gelegenheit werde ich diese nachreichen.
Am Montag, also gestern, habe ich mit meiner Tante eine Tour nach Frankfort (mit o statt u!) gemacht, das die Hauptstadt Kentuckys ist, obwohl es weniger als 30 000 Einwohner hat. Hier haben wir eine Tour durch das Capitol gemacht und danach das alte Capitol besucht. Hierbei wunderte ich mich über einen Zug, der mitten am Fußgängerweg gehalten hat und sich für mehr als eine Viertelstunde nicht fortbewegt hat. Nach einiger Zeit habe ich auch herausgefunden wieso: Der Lokführer hat sich bei einem Laden in der Nähe mit Pizza und einem Softdrink eingedeckt.
Nach dem Essen ging es weiter zu einer Führung durch eine Whisk(e)y-Destillerie mit anschließendem Tasting. Das war sehr interessant und v.a. lecker :-)
Heute geht es zu einer Check-In Session an die Uni, auch wenn ich keine Ahnung habe, was das genau ist.
Bis bald
flo